Bisambergrunde – 1210 Wien, 09.10.2012

Hallo Leute,

Ein wunderschöner Morgen begrüßt mich. Im Osten sieht man das Rot der Sonne schon ganz leicht am Horizont. Die Wege sind noch mit Bodennebel eingehüllt. Die Temperatur verlangt nach langer Hose und Jacke.

Ich habe heute beschlossen einen neuen Weg zu testen. Links laufe ich mit einem Freund von der Magdalenenhofstraße in den Rehgraben hinein. Eine Forststraße führt uns den Berg hinauf. Ich höre die Vögel zwitschern als würden sie sich mit mir freuen, dass der Tag so unglaublich schön beginnt.

Wir bewältigen den Anstieg und laufen den Weg weiter durch den Wald. Zwischen den Bäumen blinzelt immer wieder die Sonne durch als ob sie Verstecken spielen wollte. Als wir schließlich freie Sicht haben kann ich mich nicht entscheiden in welche Richtung ich als erstes schauen soll. Vor mir liegt eine mystisch-wirkende Landschaft. Der Bodennebel bedeckt die Felder wie eine Bettdecke aus Watte. Das Licht der Sonne wird durch die Reflektion im Nebel verstärkt und hüllt alles in Morgenrot ein.

Durch Stammersdorf laufen wir über das Kopfsteinpflaster an den alten Weinkellern vorbei und sehen ein paar Rehe wie sie die Straße queren und zwischen den Weinreben verschwinden.

Beim Marchfeldkanal angelangt genieße ich die Aussicht auf den Leopoldsberg der ebenfalls noch im warmen Morgenlicht erstrahlt. Auch über dem Wasser liegt ein noch feiner Schleier aus Nebel.

Als wir bei der Firma ankommen bin ich durch die wunderbaren Eindrücke so voll positiver Energie, dass ich den Tag auf mich zukommen lassen kann.

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Kahlenbergrunde – 1190 Wien, 07.10.2012

Hallo Leute,

heute habe ich mich entschieden mal wieder auf den Kahlenberg zu laufen. Start ist beim Beginn des Nasenwegs auf den Leopoldsberg. Es regnet leicht aber die Temperatur lässt noch eine kurze Hose zu. Durch die Bahnunterführung durch führt mich der Weg neben der Donau nach Nussdorf. Rechts biege ich in die Hackhofergasse ein und dann geht es weiter auf die Eichelhofstraße.

Hier beginnt einer der für mich schönsten Wege auf den Kahlenberg rauf. Durch das Viadukt, welches ein Relikt aus alten Zeiten ist laufe ich Richtung Weinberge.

Ein steiles Stück ungefähr hundert Meter lang befindet sich am Anfang des Aufstiegs. Am Ende des Anstiegs gibt es eine kleine Aussichtsplattform. Hier kann man den Blick auf die Donau und Floridsdorf genießen.

Weiter geht es an einigen luxuriösen Häusern vorbei, direkt in die Weinberge. Zwischen den Reben sehe ich immer wieder auf die Stadt. Plötzlich habe ich freie Sicht und Wien liegt mir zu Füßen.

Der Horizont bildet einen fließenden Übergang mit den Regenwolken. Dunkle Linien zeigen die Stellen an denen es heftiger regnet. Der starke Wind spielt mit diesen Regengüssen.

Der Leopoldsberg wirkt als ob er mit einem dicken Pinsel betupft wäre. Die Vielfalt der Farben ist beeindruckend. Einfach schön an zu sehen.

Die Kahlenbergerstraße führt mich dann direkt zu St. Josefskirche.  Beim großen Parkplatz vorbei laufe ich wieder hinunter auf dem Waldbachsteig.

Der neue Waldseilpark Kahlenberg ist sehr beeindruckend. Er erstreckt sich rund um die Lagerwiese beim Haus am Weg.

Weiter auf dem Waldbachsteig gelange ich wieder zum Kahlenbergerdorf wo mein Sonntagslauf endet.

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In der Lobau – 1220 Wien, 30.09.2012

Hallo Leute,

Es ist 9:30 und die Sicht ist so klar, dass man glaubt den Kahlenberg mit der ausgestreckten Hand erreichen zu können. Die  Sonnenstrahlen wärmen ganz sanft die Haut. Donau abwärts geht’s von der Reichsbrücke die neue Donau entlang. Eine leichte Brise spielt mit der Oberfläche des Wassers.

Es sind schon viele Menschen unterwegs. Ich muss grinsen, einige scheinen mit dem Geist noch im Bett zu sein.

Schön, dass man sich vor rund 40 Jahren dazu entschieden hat die Neue Donau zu bauen. Es ist für mich das Erholungsgebiet in Wien.

Bei der Steinspornbrücke angekommen biege ich in den Biberhaufenweg ein. Nach einigen Metern rechts geht’s direkt in die Lobau hinein. Es riecht nach Laub und der Wind raschelt durch die Blätter.

Beim Mühlwasser vorbei geht es Richtung Lobaumuseum. Im Wasser spiegeln sich die umstehenden Bäume. Ich bin noch nicht lange unterwegs und sehe nur Wiesen, Wälder und Felder. Es ist schön in Wien zu wohnen.

Immer wieder laufe ich durch einen dichten Waldbereich in dem keine Weitsicht gegeben ist. Dann öffnet sich vor mir der Wald wie ein Vorhang und ich blicke auf Felder, etwas später auf einen Kinderspielplatz und dann auf einen naturbelassenen Nebenarme der Donau.

Schließlich gibt mich die Lobau frei und ich finde mich beim Damm neben der Donau knapp vor dem ÖL-Hafen Lager wieder. Über die Lobgrundstraße komme ich wieder auf die Donauinsel.

Über die Walulisobrücke überquere ich das Wasser zum andere Ufer direkt auf die Insel. Wieder genieße ich den Anblick Donau aufwärts. Kahlenberg, die Hochhäuser in Kaisermühlen und dahinter sehe ich zwischen den  Gebäuden den Donauturm durch blinzeln.

Langsam wird mein Ziel die Reichsbrücke immer deutlicher zu sehen bis ich schließlich beim Ausgangspunkt wieder ankam.

Streckenlänge ca. 23 km

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