Ich bin mittlerweile fünfzig und habe relativ spät mit dem Laufen begonnen.
In den Anfängen waren es vier Kilometer. Jedes Mal wenn ich diese eine bestimmte Strecke lief wollte ich sie in einer kürzeren Zeit absolvieren als beim letzten Mal. Nach einigen Monaten war die Etappe auf zwölf Kilometer gewachsen, doch das Muster war das gleiche: ich wollte immer schneller sein!
Ich lief allein oder mit Freunden bis ich im Dezember 1993 einen Mann kennengelernt habe der genauso wie ich bei fast jedem Wetter die Laufschuhe anzieht und wie geplant die Kilometer absolviert um sein Ziel zu erreichen. Aus diesem Grund beschlossen wir ab diesem Zeitpunkt gemeinsam zu trainieren.
Während der Jahre versuchte ich Zeiten zu unterbieten und an vielen Laufveranstaltungen teil zunehmen. Ich weiß nicht mehr genau wann es begann aber vor einigen Jahren änderte sich ganz langsam meine Einstellung. Immer mehr trainierte ich dafür die Läufe zu genießen. D
ie Strecken während der Übungsläufe als auch bei Veranstaltungen wurden immer länger.
Zusätzlich kam auch der Umstand, dass ich mich mit dem Thema „Mensch“ beschäftigte. In diesem Zusammenhang realisierte ich, dass wir uns selbst die Welt gestalten in der wir leben wie auch die Sichtweise mit der wir diese wahrnehmen. Das führte zu meiner jetzigen Perspektive was das Laufen anbelangt.
Wenn ich heute bei einem Training oder einem Laufevent starte freue ich mich auf die Erfahrungen die auf mich zu kommen.