Hallo Leute
es ist Winter, 6:40 und ich laufe den Marchfeldkanal entlang. -3° und ein kalter Wind bläst mir ins Gesicht. Die Berge sehen aus wie ein mit Staubzucker bestäubter Gugelhupf. Als ich dann in Langenzersdorf den Jungfernsteig hinauf laufe befinde ich mich in einer wunderschönen Winterlandschaft. Unter meinen Schuhen knirscht der Schnee.
Der erste Anstieg ist ziemlich steil und ich wechsle auf ein schnelles Gehen. Meine Atemfrequenz erhöht sich, doch die Lunge kommt mit der kalten Luft gut zurecht. Ich spüre wie mein Herz immer häufiger schlägt.
Der Weg schlängelt sich serpentinenartig zur Elisabethhöhe hinauf. Nach der zweiten Kehre bin ich hoch genug um über die Donau nach Klosterneuburg sehen zu können. Die Lichter auf den Straßen und in den Häusern schmücken den Ort. Ich setze meinen Aufstieg fort, doch nach einigen Minuten bleibe ich wieder stehen um die Schneepracht rund um mich genießen.
Nach einem kurzen Verharren laufe ich weiter Richtung Elisabethhöhe. Von da geht es wieder in den Wald hinein. Als ich auf der Senderwiese ankomme ist es schon heller. Die Wolken verhindern die Sicht auf den Sonnenaufgang, doch im Süden sehe ich schon ein wenig blauen Himmel.
Auf dem Asphalt zu laufe verlangt Vorsicht, da hin und wieder Eisflächen den Boden bedecken. Hinunter begebe ich mich über den mit Schnee bedeckten Klausengraben nach Strebersdorf. Weiter durch die Weinberge führt die Straße nach Stammersdorf.
Schließlich bringt mich der Marchfeldkanal wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück. Ich bin froh diesen Morgen mit seinen Eindrücken genießen zu dürfen. Er gibt mir Kraft und Energie für den Rest des Tages.
Hallo Sigi! Immer wieder spannend deine Laufabenteuer zu verfolgen. Ich freue mich schon auf neue Blogs von dir.
LG Christian